Shiatsu

"Das Herz des Shiatsu ist wie das Herz einer Mutter. Seine Berührung bringt die Quellen des Lebens zum Fliessen."

(Tokujiro Namikoshi)

Was ist Shiatsu?

Shiatsu bedeutet Fingerdruck. Es handelt sich dabei um eine Massageart, die sehr behutsam ausgeführt wird. Das Ziel ist es, die Energie (Qi) in den Meridianen wieder zum Fliessen zu bringen und dabei wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Wann kann Shiatsu angewendet werden?

  • Nach Unfällen
  • Nach Operationen
  • Zur Unterstützung der Wundheilung
  • Bei Gelenksproblemen
  • Bei unsicheren, ängstlichen Tieren
  • Bei Nervosität
  • Zur Unterstützung bei Blasen- und Nierenleiden
  • Zur Aktivierung von Gewebe und Muskulatur

Wie sieht eine Behandlung aus?

Vorbereitung:
Gerne empfange ich Sie bei mir in der Praxis.
Der Hund sollte vorher versäubert werden.
Die Behandlung sollte generell bei jedem Tier nicht während der normalen Fütterungszeit stattfinden, denn das Tier würde nur Futter wollen und nciht zur Ruhe finden.
Bei einem Hausbesuch zu Hunden, Katzen und kleineren Tiere nehme ich meinen Shiatsu-Futon mit. Die Behandlung sollte in einem ruhigen Raum stattfinden.
Bei Stallbesuchen ist es auch wichtig, dass keine grosse Hektik und viel Lärm im Stall ist.

Behandlung:
Mittels eines Fragebogens und dem Gespräch mit Ihnen als Halter oder bei Pferden am besten noch mit der Person, die das Pferd auch pflegt, putzt und füttert, nehme ich alle Beobachtungen in Bezug auf Verhalten, die Krankheitssymptome und weitere Eigenschaften auf. Danach ertaste ich das Tier, sofern es das zulässt. Es gibt traumatisierte Tiere, die nicht angefasst werden können und wollen. Das heisst nicht, dass diese nicht behandelt werden können. Mit der nötigen Distanz führe ich das Tier langsam und behutsam an eine Shiatsu-Behandlung. Je nach Schweregrad des Traumas benötige ich einige Sitzungen mehr. Es wird nichts erzwungen. Ich biete nur an. Ihr Tier entscheidet, ob es die Behandlung annehmen möchte oder nicht. Oft merken Tiere sehr schnell, dass es ihnen gut tut.
Wenn Ihr Tier es zulässt, so werden verschiedene Shiatsu-Techniken zur Behandlung angewendet. Das kann mit der flachen Hand, den Fingern, dem Handrücken oder dem Ellenbogen sein. Ich streiche den Meridianen entlang oder über Körperzonen, wo ein Ungleichgewicht vorhanden ist. Klopfen mit den Fingern oder Händen und auch Dehnungen und Rotationen sind weitere Methoden.
Eine Behandlung dauert ungefähr eine halbe bis zu einer Stunde.
Danach sollten Sie nicht mehr viel mit Ihrem Tier machen. Es soll sich ausruhen dürfen, denn sein Körper beginnt nun zu arbeiten und stellt wieder ein neues Gleichgewicht her.

Unter normalen Bedingungen ist eine Behandlung einmal pro Woche sinnvoll. Bei jeder Behandlung wird der Ist-Zustand neu aufgenommen und dementsprechend die Behandlung durchgeführt.
Tiere, die an Turnieren oder Wettkämpfen teilnehmen sei es im Leistungssport oder als Dienst- oder Therapietiere, benötigen je nach Anlass ein kürzeres Behandlungsintervall. Das kommt sowohl auf Ihr Tier wie auch die Situation an.

Wie viele Behandlungen?

Erst nach drei Behandlungen kann erkannt werden, wie das Tier auf die Behandlung reagiert und ob das Intervall verkürzt oder verlängert werden sollte.
Sinnvoll sind 5 Behandlungen im Abstand von einer Woche. Wenn sich der Zustand gebessert und stabilisiert hat, kann langsam bis auf ein Intervall von vier Wochen umgestellt werden.
Shiatsu kann auch als Prophylaxe angewendet werden.

Shiatsu ersetzt keinen Tierarzt, ist aber in vielen Fällen eine sehr gute Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung. Speziell  bei Tieren mit chronischen Erkrankungen kann eine Shiatsu-Therapie Erleichterung bringen. Für Tiere, die in einer Wiederaufbauphase sind sei es nach langer Krankheit oder nach Operationen, bietet Shiatsu eine gute Unterstützung.